Monat: Februar 2026

Krieg im Iran: Finanzmärkte unter realem Anpassungsdruck

Der laufende Krieg im Iran wirkt ökonomisch nicht primär über Schlagzeilen, sondern über klar identifizierbare Transmissionskanäle: Energiepreise, Inflationserwartungen, Realzinsen und Risikoprämien. Diese Mechanismen sind historisch gut dokumentiert. 1. Ölpreis als zentraler Hebel Konflikte im Nahen Osten betreffen eine Region, durch die ein erheblicher Teil des global gehandelten Öls transportiert wird. Bereits Risikoaufschläge erhöhen die Preise […]

Weiterlesen

Altersvorsorgereform

Die geplante Reform der privaten Altersvorsorge will Lehren aus der Riester-Rente ziehen. Standardisierte Produkte, stärkere Aktienorientierung und eine gesetzliche Kostenobergrenze von 1,5 Prozent sollen Transparenz schaffen und die Kapitalmarktbeteiligung verbreitern. Hinzu kommt eine gestaffelte staatliche Förderung, die insbesondere kleinere Sparbeiträge stärker bezuschusst. Das Ziel ist nachvollziehbar: Mehr Menschen sollen vom langfristigen Produktivkapital profitieren. Entscheidend ist […]

Weiterlesen

KI und Nachfrage

Eigentlich ist es ein einfacher ökonomischer Zusammenhang:Unternehmen können nur dauerhaft wachsen, wenn es ausreichend zahlungsfähige Kunden gibt. Trotzdem wird dieser Punkt in der KI-Euphorie erstaunlich selten thematisiert. Die Debatte über einen möglichen KI-Crash konzentriert sich meist auf Bewertungen und Blasenvergleiche. Doch das tiefere Risiko liegt im makroökonomischen Gleichgewicht zwischen Produktivität und Kaufkraft. Wenn Produktivität Einkommen […]

Weiterlesen

Zolldrama in der nächsten Runde

Das amerikanische Zolldrama geht in die nächste Runde. Nachdem der Supreme Court of the United States die bisherige Notstandsbegründung für unzulässig erklärt hatte, reagiert Donald Trump mit einem pauschalen Importzoll von 15 Prozent – gestützt auf den Trade Act of 1974, konkret auf dessen Section 122. Dieses Instrument erlaubt einen solchen Zoll für maximal 150 […]

Weiterlesen

Digitale Souveränität

Frankreich zeigt derzeit, wie digitale Souveränität praktisch umgesetzt werden kann: nicht als Boykott amerikanischer Technologie, sondern als gezielter Aufbau von Alternativen, um Abhängigkeiten zu reduzieren. Behörden und öffentliche Einrichtungen stellen zentrale Kommunikations- und Kollaborationstools schrittweise von US-Plattformen wie Microsoft Teams und Zoom auf europäische bzw. französische Lösungen um. Der Kern dieser Strategie ist nüchtern: Wer […]

Weiterlesen

Krypto schwankt nervraubend

. Wer in Kryptowährungen investiert, braucht starke Nerven. Kursschwankungen von fünf oder zehn Prozent an einem Tag sind keine Seltenheit. In manchen Wochen geht es zweistellig nach unten – oder nach oben. Das wirkt chaotisch. Tatsächlich ist es aber ein typisches Merkmal dieses Marktes. Warum schwankt Krypto so stark? Zum Vergleich: Große Aktienmärkte wie der […]

Weiterlesen

Reichtum, Nutzen und Macht

Es gehört inzwischen zu den meistzitierten Geschichten der politischen Ökonomie: Die Reichen werden reicher. Hinter dieser Feststellung steht keine bloße moralische Empörung, sondern eine strukturelle Beobachtung moderner Gesellschaften. Vermögen akkumuliert sich – und es akkumuliert sich schneller als Einkommen. Der französische Ökonom Thomas Piketty hat diese Dynamik mit seiner berühmten Formel r > g zugespitzt: […]

Weiterlesen

Ohne Kapitalmarkt keine Souveränität

Die aktuelle Debatte über US-nahe Investoren in deutscher Energie-, Rüstungs- und Digitalinfrastruktur wirkt auf den ersten Blick wie eine Frage der Geopolitik. Doch sie verweist auf ein tiefer liegendes strukturelles Problem: Europa verfügt bis heute über keinen leistungsfähigen, integrierten Kapitalmarkt, der in der Lage wäre, strategisch relevante Unternehmen ausreichend mit Eigenkapital zu versorgen. Nicht fehlende […]

Weiterlesen

Zoll-Entscheidung des US Supreme Court

Der US Supreme Court hat bislang kein Urteil zu den von Donald Trump verhängten globalen Zöllen gefällt – obwohl die mündliche Verhandlung bereits im November 2025 stattgefunden hat. Auch Anfang Februar 2026 ist die Rechtslage weiter ungeklärt. Das hat spürbare wirtschaftliche Folgen und wirft die Frage auf, warum das Gericht so lange zögert. Wirtschaftliche Bedeutung […]

Weiterlesen

Euro-Stablecoins: kleines Marktvolumen

Wir berichten ja auf den MeisCon-Blogs häufiger über Stablecoins – hier nun ein Update zum Stand Jahresanfang 2026. Stablecoins gelten seit Jahren als das funktionierende Bindeglied zwischen klassischem Finanzsystem und Blockchain-Ökonomie. Während US-Dollar-Stablecoins inzwischen ein Marktvolumen von über 300 Milliarden US-Dollar erreicht haben und den globalen Kryptohandel dominieren, bleiben an den Euro gekoppelte Stablecoins bislang […]

Weiterlesen