Staatliches Portfolioangebot
Die geplante Reform der Riester-Rente markiert einen echten Systemwechsel: Der Staat will künftig selbst ein ETF-basiertes Altersvorsorgedepot anbieten – und tritt damit direkt in Konkurrenz zu Banken und Versicherungen.
Hintergrund ist das Scheitern der bisherigen Riester-Produkte. Zu hohe Kosten und geringe Renditen haben dazu geführt, dass vor allem die Anbieter profitierten, nicht die Sparer. Genau hier setzt die Reform an: Ein staatlich organisiertes Standardprodukt soll einfach, transparent und vor allem kostengünstig sein.
Denn gerade bei der Altersvorsorge gilt: Gebühren sind entscheidend. Schon kleine Unterschiede können über Jahrzehnte hinweg massive Renditeverluste verursachen.
Die Finanzindustrie sieht das kritisch – nicht ohne Grund. Ein staatliches Depot könnte durch niedrige Kosten und hohes Vertrauen schnell Marktanteile gewinnen. Gleichzeitig sollen aber auch private Anbieter weiterhin geförderte Produkte anbieten, allerdings mit strengeren Kostengrenzen.
Fazit: Die Reform ist ein Paradigmenwechsel. Ob sie gelingt, hängt an einem Punkt – ob der Staat tatsächlich ein besseres, sprich günstigeres Produkt liefert.
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